Viertel der Unternehmen braucht Liquiditätshilfen

24 Prozent der deutschen Unternehmen haben im April und Mai Liquiditätshilfen in Anspruch genommen. Das haben Konjunkturumfragen des ifo Instituts ergeben. Vor allem im Handel und dem Dienstleistungsgewerbe war der Bedarf groß.

Wie unterschiedlich die Corona-Krise die deutschen Unternehmen trifft, zeigt diese Statistik: Im Mai haben 30 Prozent der Händler und Dienstleister Liquiditätshilfen beantragt. In der Industrie waren es 17 Prozent, im Bau sogar nur 5 Prozent.

Auch innerhalb der Branchen war die Spannweite groß. Bei den Dienstleistern haben vor allem die Reisebüros und -veranstalter die Hilfen in Anspruch genommen: 85 Prozent waren betroffen. Die Hotels waren mit 76 Prozent besonders häufig vertreten, 69 Prozent waren es in der Gastronomie, 57 Prozent in der Filmbranche und 54 Prozent bei Auto- oder Maschinenvermietern. Wenig betroffen innerhalb der Dienstleistungsbranche waren Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien – hier haben nur 3,5 Prozent Liquiditätshilfen benötigt.

Im Handel war mit 41 Prozent vor allem der Einzelhandel gebeutelt, während im Großhandel nur jedes fünfte Unternehmen hilfebedürftig war. In der Industrie waren im Mai 42 Prozent der Hersteller von Bekleidung betroffen, sowie die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 34 Prozent. Am besten ging es hier den Chemieunternehmen und den Herstellern von elektrischer Ausrüstung (je 7 Prozent).

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