Trotz Corona: Neue Garantien bei Euler Hermes weiterhin möglich

Kreditversicherungen fallen unter den Schutzschirm der Bundesregierung – Garantien nicht. Euler Hermes informiert daher in einem aktuellen Schreiben darüber, wie der Kreditversicherer damit umgeht: Auch wenn das Neugeschäft weiter möglich sei, wolle man sich vorerst auf überdurchschnittliche Bonitäten und sichere Branchen fokussieren.

Euler Hermes betont, dass der Versicherer bei Garantien direkter Kreditgeber sei. Demzufolge werde die Zeichnungspolitik immer der aktuellen Bonitätsentwicklung der Kunden Rechnung tragen – auch ohne die Corona-Krise. Denn natürlich muss der Kreditversicherer, auch wenn er seine Kunden durch diese schwere Zeit begleiten will, gleichzeitig sein Portfolio schützen.

Konkret heißt das, dass sich Euler Hermes vorerst auf „deutlich überdurchschnittliche Bonitäten und eher sichere Branchen“ fokussieren will und muss. „In diesem Sinne werden wir sehr selektiv vorgehen und natürlich in jedem Einzelfall detailliert nachfragen, ob Anhängigkeiten in den Lieferketten bzw. im Abnehmerkreis bestehen und wie man sich derzeit mit Blick auf die erwarteten wirtschaftlichen Herausforderungen aufstellt“, heißt es weiter in dem Schreiben.

Der Fokus liege auf Standard-Risiken, üblichen Avalarten sowie angemessenen bis niedrigen Stückelungen. Die Preisgestaltung werde wie gewohnt dem jeweiligen Risiko Rechnung tragen und auch das Thema Sicherheiten werde wieder zunehmend an Bedeutung gewinnen. Linienausweitungen im Bestandsgeschäft seien in begründeten Fällen derzeit überdurchschnittlichen Bonitäten vorbehalten. „Wir werden uns eng an die vertraglich getroffenen Vereinbarungen, wie Stücklung, Avalarten etc. halten. Größere Linien mit unterdurchschnittlicher Bonität schauen wir uns seit Längerem im Detail an und werden dies weiter intensivieren“, so Euler Hermes.

Aktuell gelte es vor allem die Ruhe zu bewahren, mahnt der Versicherer. Aufgrund der sich rasant ändernden Situation wolle man diese Herangehensweise regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen. GFL-Geschäftsführer Marcus Sarafin begrüßt dieses Vorgehen: „Es ist gut, wenn auch in diesen Zeiten neue Geschäfte möglich sind – auch wenn nachvollziehbarerweise die Prüfung intensiver stattfinden wird.“

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