NRW: Betrug bei Corona-Hilfen

Krisen sind leider meist Zeiten, in denen Betrüger ihre Chance wittern. Nordrhein-Westfalen hat daher – voraussichtlich bis Ende der Woche – die Zahlung von Corona-Soforthilfen gestoppt. Der Grund: Kriminelle haben die Seite des Wirtschaftsministeriums kopiert, um die Gelder auf ihre eigenen Konten umzuleiten.

Betroffen war die Seite wirtschaft-nrw.info. Sie wurde von Betrügern so gut imitiert, dass die Fälschung auf den ersten Blick kaum erkennbar war. Online-Kriminelle wollten mit dieser Seite wohl Daten von Kleinstbetrieben und Solo-Selbständigen abfangen, um die Hilfen dann auf ihre eigenen Konten umzuleiten.

Wie das Wirtschaftsministerium meldet, hat das LKA die Ermittlungen aufgenommen. Damit Kleinunternehmer schnell an ihr Geld kommen, können sie voraussichtlich ab Freitag wieder Anträge auf NRW-Soforthilfe stellen. Die korrekte Internetseite lautet: https://soforthilfe-corona.nrw.de Auch die Auszahlung bereits bewilligter Gelder soll dann wieder aufgenommen werden. Das digitale Antragsverfahren soll dann mit zusätzlichen Sicherheitsprüfungen im Hintergrund nachgerüstet werden.

Innenminister Herbert Reul empfiehlt dennoch wachsam zu sein: Offizielle Webseiten des Landes haben die Endungen „.nrw“ oder „.nrw.de“. Skeptisch sein sollte man bei für Behörden ungewöhnlichen Endungen von Internet-Adressen wie „.info“ oder „.com“.

Mehr dazu, wie die Corona-Krise das Risiko von Cyberbetrug erhöht, lesen Sie in unserem aktuellen Blog-Beitrag www.blog.gfl-broker.de/2020/04/absicherung-von-risiken-der-corona-krise/

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