Corona: Limitentscheidungen für Italien

Das Corona-Virus hat das öffentliche Leben in Italien stillgelegt. Dennoch steigt die Zahl der Infizierten. Experten befürchten die nächste Finanzkrise. Wie reagieren die Kreditversicherer?

Noch sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie unklar. Sicher scheint allerdings bereits, dass das Land dieses Jahr wieder in die Rezession rutschen wird. Produktionsausfälle, gestörte Lieferketten, der eingeschränkte Konsum und die Ausfälle von Gastronomie, Tourismus und anderen Dienstleistungsbranchen treffen zwar nicht nur Italien, als Corona-Hotspot sind die Auswirkungen dort aber momentan besonders massiv. Das bereits zuvor wirtschaftlich angeschlagene Land hat nun ein Hilfspaket von 25 Milliarden Euro verabschiedet.

Experten befürchten dennoch schon die nächste Banken- und Finanzkrise. Wie die Tagesschau berichtet, ist das Risiko in Italien deshalb besonders groß, weil sich Firmen hier – anders als etwa in den USA – Geld vor allem von der Hausbank leihen. Kommt es zu Kreditausfällen, sind Italiens Banken nicht gewappnet. Sie leiden immer noch unter faulen Krediten und geringen Kapitalpolstern.

Doch auch die Kreditversicherer reagieren natürlich auf die Krise. So hört man zum Beispiel bei Coface von rückläufigen Kreditentscheidungen. Diese würden aber gezielt den Einzelfall betreffen, also potenziell kritische „Cluster“ von Unternehmen.

Welche wirtschaftlichen Folgen die Krise auslösen wird, hängt laut den Coface-Experten von zwei Hauptfaktoren ab: von der Dauer der Eindämmungsmaßnahmen und von der Entwicklung der Nachfrage der wichtigsten europäischen Exportpartner. Dennoch gehen sie davon aus, dass ein Null-Wachstum noch das beste Szenario für die italienische Wirtschaft sein wird.

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