Ausblick: Langfristige Folgen der Corona-Krise

Wie wird Corona das weltweite Wirtschaftswachstum beeinflussen? Um diese Frage zu beantworten, hat Coface mehrere Szenarien entwickelt. Zudem informiert der Kreditversicherer, wie er mit der Pandemie aktuell umgeht.

Den Blick in die Glaskugel gibt es natürlich auch bei Coface nicht. Das Fehlen historischer Referenzen mache eine Analyse schwierig, schicken die Experten in einer aktuellen Mitteilung daher voraus. Dennoch wagen sie sich an ein Basisszenario. Demnach sollen im April die Fallzahlen in Europa und den Vereinigten Staaten ihren Spitzenwert erreichen. Beschränkungen der Angebote in China dürften im zweiten Quartal 2020 zurückgehen und in Europa nur noch begrenzt vorhanden sein.

Im dritten Quartal dann positive Nachrichten: Das BIP-Wachstum erholt sich wieder, der Ölpreis steigt. Und schon im vierten Quartal 2020 sind die meisten Sektoren wieder im positiven Wachstumsbereich. Soweit das Basisszenario.

Möglich ist aber natürlich auch, dass die Fälle in Asien wieder zunehmen, nachdem die Quarantänebestimmungen aufgehoben wurden. Anhaltende Angebotsengpässe und eine schwache Nachfrage würden dann dazu führen, dass es vom 2. Bis 4. Quartal ein negatives Wachstum gibt.

Wie reagiert Coface?

In der Mitteilung macht der Kreditversicherer zunächst deutlich, dass er über ein hohes Niveau an Risikopräventionsmaßnahmen verfügt. Im ständigen Dialog mit den Kunden würde nun mit Überprüfungen und Maßnahmen begonnen.

Bei den Schadensfällen sei eine Verschlechterung der Stimmung erst vor kurzem eingetreten, so dass sich die Schadensstruktur auch aus China bisher nicht verändert habe. Auswirkungen könnten sich allerdings im zweiten Quartal bemerkbar machen.

Ansonsten hat der Kreditversicherer – wie unzählige andere Firmen auch – einige Eindämmungsmaßnahmen umgesetzt. Reisen wurden eingeschränkt, zahlreiche Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice, der Business Continuity Plan (BCP) wurde angepasst. Zudem überwacht ein spezielles Krisenteam die Ereignisse.

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