Schlechte Zeiten für den Maschinenbau

2019 war für den deutschen Maschinenbau kein gutes Jahr – und 2020 wird voraussichtlich nicht besser. Das sieht auch die Branche selbst so: Für dieses Jahr erwarten die Maschinenbauer einen Rückgang des Umsatzes um 4,2 Prozent. Damit ist die Stimmung auf einem neuerlichen Tiefpunkt.

38 Prozent der Maschinenbauer, die von der Beratungsgesellschaft PwC befragt wurden, sehen die deutsche Konjunkturentwicklung negativ – das sei bisheriger Negativrekord. Auch die Kapazitätsauslastung weist einen Tiefstwert auf: Im deutschen Maschinenbau liegt sie durchschnittlich bei 82,7 Prozent. Die Unternehmen reagieren darauf, indem 23 Prozent ihre Investitionen reduzieren wollen, 38 Prozent denken an Einsparungen bei den Personalkosten.

Politische Lage, Fachkräftemangel & Kostendruck

Die größten Wachstumshindernisse sind laut der Studie die politischen Entwicklungen im Ausland, der Fachkräftemangel und der Kostendruck. Das sieht laut eines Artikels in der Süddeutschen Zeitung auch der Maschinenbauverband VDMA so: Momentan gebe es einige Belastungsfaktoren für die Branche. Neben dem Handelskonflikt zwischen USA und China sei auch die Umstellung in der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität eine große Herausforderung. Schließlich ist die Autobranche ein wichtiger Abnehmer.

Der Verband rechnet damit, dass die Produktion in diesem Jahr um zwei Prozent sinken wird. Für 2019 rechnet er mit einem Produktionsvolumen von 218 Milliarden Euro. Dabei sehe die Lage in einzelnen Bereichen sehr unterschiedlich aus. Während es bei den Baumaschinen etwa sehr gut laufe, seien die Anlagen, in denen Kunststoffe hergestellt werden, gerade wenig gefragt. Durch das Unterzeichnen des ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China hofft die Branche nun auf eine bessere Phase für den exportorientierten Maschinenbau.

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