4 Fragen an … Stephanie Honegger

„Leider steckt Factoring in der Schweiz noch in den Kinderschuhen“, bedauert Stephanie Honegger, Mitglied der Geschäftsleitung bei A.B.S. Global Factoring Schweiz. Warum das so schade ist und welche häufigen Bedenken es gibt, verrät sie im GFL-Kurzinterview.

Sie sind auf einer Party eingeladen und werden gefragt, was Sie beruflich machen. Wie lange brauchen Sie, um das zu erklären?

Leider steckt Factoring in der Schweiz noch in den Kinderschuhen und ist somit vielen unbekannt. Da wir Finanzierungslösungen, Delkredereabsicherung und Debitorenmanagement anbieten, benötige ich länger als eine Minute, um unsere Dienstleistungen zu erklären. Das Ganze dauert aber sicherlich nicht länger, als die Zeit, die mein Gesprächspartner für seinen Cocktail braucht.

Was werden Sie von Ihren Kunden am häufigsten gefragt?

Wir bieten offenes Full-Service-Factoring an. Das heisst, unsere Kunden treten uns ihre Forderung ab und wir bevorschussen diese bis zu 90 Prozent innerhalb von einem Arbeitstag. Auf der Rechnung werden die Debitoren über die Abtretung informiert. Manche Neukunden haben deshalb Bedenken um ihren Ruf und fragen bei uns nach, wie die Erfahrung ist. Ich bin nun seit fast zehn Jahren im Factoring-Geschäft tätig und kann bestätigen, dass diese problemlos von den Debitoren angenommen wird. Keiner unserer bisherigen Kunden hatte nach Beginn der Zusammenarbeit von negativen Reaktionen berichtet.

Eine gute Fee gewährt Ihnen einen Wunsch für den Factoring-Markt. Was wünschen Sie sich?

Ich wünsche mir, dass Factoring die Bekanntheit gewinnt, die es verdient hat. Dieses Finanzierungsmodell ist für viele KMU, die oft keine andere Finanzierungslösung erhalten, in sehr unterschiedlichen Situationen einsetzbar. Wie zum Beispiel Firmen, die grosses Wachstum verzeichnen, Start-ups oder auch Firmen, die sich in der Restrukturierungsphase befinden. Die KMU sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft – mit Factoring können wir sie zuverlässig mit Liquidität versorgen.

Direkt am See und am Rande eines Naturschutzgebiets gelegen, ist Pfäffikon eine Bilderbuchgemeinde. Was unternehmen Sie hier im Winter am liebsten? Bleibt neben einem stressigen Job in der Geschäftsführung überhaupt noch Zeit, die Natur und ihre Freizeitmöglichkeiten zu genießen?

Um ehrlich zu sein, habe ich noch nie etwas in Pfäffikon unternommen. Ich kenne lediglich den Fussweg vom Bahnhof zu unserem Büro und wenige Restaurants. Was eigentlich schade ist. Aber am Abend bin ich froh, nach einem vollen Arbeitstag nach Hause ins schöne Zürcher Oberland zu kommen.

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