Sinkende Insolvenzen: Ein Erklärungsansatz

Das statistische Bundesamt wartet zum Ende des 1. Halbjahrs 2019 mit guten Nachrichten auf: Die Insolvenzen sind im Vergleich zur ersten Jahreshälfte 2018 um 3,7 Prozent gesunken. Die deutschen Amtsgerichte meldeten nur noch 9604 Unternehmenspleiten. Doch wie kommt es in Zeiten einer abkühlenden Konjunktur zu einer solch positiven Entwicklung?

Die meisten Insolvenzen gab es im Bereich Handel, gefolgt von Unternehmen des Baugewerbes und des Gastgewerbes. In allen drei Branchen ist die Gesamtzahl der Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahr jedoch gesunken. Auch die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger sind gesunken: Von 13,1 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2018 auf 10,2 Milliarden Euro in 2019.

Dass trotz der konjunkturellen Eintrübung die Firmenpleiten sinken, hält GFL-Geschäftsführer Marcus Sarafin nicht für verwunderlich. „Langjährige Erfahrungen zeigen, dass das nichts ungewöhnliches ist“, so Sarafin. „Man kommt aus einer guten Konjunktur und hat daher in der Regel Rücklagen gebildet, die nun für diese anstehende Phase gebraucht werden.“ Ob und wann es für ein Unternehmen kritisch wird, hänge von mehreren Faktoren ab: Wie lange dauert der Abschwung? Welche Branchen trifft es am härtesten? Wie viel Substanz wurde in der Vergangenheit aufgebaut und welche Maßnahmen werden aktuell ergriffen?

Vor allem die Kreditversicherung gewinnt an Bedeutung, sobald die Risiken steigen. Sie hat nicht nur eine Vorsorge-Funktion, sondern dient auch als eine Art Frühwarnsystem: Sie unterstützt bei der Kreditprüfung der Kunden und begleitet bei Schaden- und Insolvenzfällen, sowie bei der Realisierung von Rückflüssen aus Eigentumsvorbehaltsrechten in Verbindung mit Lieferantenpools.

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