Handelsstreit USA-China beeinträchtigt globales Wachstum

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hemmt das globale Wachstum. Dabei hat die verursachte Unsicherheit einen größeren Einfluss als die Zölle. Euler Hermes schätzt, dass die neuen Zölle der USA das Wachstum um 0,3 Prozentpunkte gedämpft haben, die Unsicherheit sogar um 0,5 Prozentpunkte. So habe die Unsicherheit Einfluss auf Investitionen, Konsum und Preise.

Diese drei Faktoren werden durch den schwelenden Handelsstreit zwischen den beiden großen Nationen empfindlich beeinträchtigt: Während Unternehmen auf das Ergebnis der Gespräche zwischen USA und China warten, schieben sie Investitionen und Neueinstellungen auf. Konsumenten legen mehr Geld aufs Sparkonto und verschieben große Kaufentscheidungen. Die gesunkene Nachfrage und neue Handelsbarrieren führen dazu, dass weniger wettbewerbsfähige Firmen darum kämpfen, ihre Waren an den Mann zu bringen. Das führt dazu, dass die Lagerhaltung zunimmt und die Produktion gedrosselt wird. Außerdem sinken die Preise.

Da der Warenexport der USA weniger wettbewerbsfähig ist als in China, sind hier die Vorräte gestiegen, während sie in China gesunken sind. Die Differenz an vorrätigen Gütern ist damit momentan auf einem historischen Hoch, so die Analyse des Kreditversicherers.

Wenn China und die USA im zweiten Quartal keine Lösung finden, würden der globale Handel und das Wachstum weiter verlangsamen. Für jede zwei Monate weitere Unsicherheit rechnet Euler Hermes mit 0,1 Prozentpunkten weniger für den Handel, für jede vier Monate mit 0,1 pp weniger für das globale Wirtschaftswachstum. Selbst wenn eine Einigung erreicht wird, geht der Versicherer dennoch davon aus, dass der Handel 2019 nur noch um 3 Prozent wächst, 2020 um 2,7 Prozent.

Den größten Anteil daran werden voraussichtlich die aufstrebenden Märkte haben. Während ihr Anteil am globalen Handel 2017 und 2018 bei 45 Prozent lag, rechnet Euler Hermes mit einem Anstieg auf 55 Prozent. Die Widerstandsfähigkeit der asiatischen Märkte und die schrittweise Erholung in Lateinamerika sind dafür teilweise verantwortlich.

Die Studie zum Nachlesen finden Sie hier. Mehr zum Handelsstreit USA-China finden Sie außerdem im GFL-Blog:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich habe die Hinweise zum Datenschutz gelesen und akzeptiere sie.*