Griechenland: Wirtschaft erholt sich

Griechenlands Wirtschaft hat sich stabilisiert. Für Exporteure bedeutet das, dass das Risiko von Forderungsausfällen gesunken ist. Laut Atradius bleiben dennoch Unsicherheiten aufgrund der hohen Anzahl an problematischen Krediten im griechischen Bankensystem sowie die schwierigen Finanzierungskonditionen.

Laut einer internen Analyse des Kreditversicherers sei die Gefahr von Forderungsausfällen gesunken, seit die EU im August das letzte Hilfspaket abgeschlossen hat. Die Zeichen stehen gut: Das BIP ist gestiegen, die Arbeitslosigkeit gesunken. Kapitalverkehrskontrollen werden schrittweise abgebaut, Reformen und Sparmaßnahmen umgesetzt und auch die Leistungsbilanz ist positiv. Für Griechenland erwartet Atradius 2019 daher ein stabiles Wachstum von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr – rund doppelt so viel, wie dieses Jahr für den Euroraum insgesamt erwartet wird.

Für Exporteure sinkt dadurch zwar das Risiko für Forderungsausfälle, trotzdem bleiben Unsicherheiten. So seien die Verbindlichkeiten von griechischen Unternehmen nach wie vor hoch, ebenso wie die Wahrscheinlichkeit von Kreditausfällen. Das Volumen an notleidenden Krediten schätzen Experten auf rund 90 Milliarden Euro. Durch die hohen Zinsen, die Banken verlangen, fehlt es vor allem KMU im verarbeitenden Gewerbe an Kapital für Investitionen.

Weitere Unsicherheitsfaktoren sind die vergleichsweise hohe Korruption, die überdurchschnittlich hohe Staatsverschuldung des Landes, die die konjunkturelle Erholung blockieren könnte, oder die Parlamentswahl am 20. Oktober. Wie hoch die Risiken für Exporteure nach Griechenland sind, schwankt je nach Branche. Relativ geringe Risiken für Zahlungsausfälle und -verzögerungen sieht Atradius in den Sektoren Chemie und Pharma sowie im Elektronik- und Lebensmittelbereich. Hohe Forderungsgefahren gebe es allerdings in den Bereichen Baumaterialien, Bau, Textilien, Papier, Stahl und Maschinenbau.

Diese und weitere Atradius-Studien finden Sie hier.

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