Insolvenzen in Mittel- und Osteuropa steigen wieder

Die Insolvenzen in Mittel- und Osteuropa steigen. Nachdem die Unternehmenspleiten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken sind, hat sich der Trend 2017 umgedreht: Wie der Kreditversicherer Coface meldet, sind die Insolvenzen in dem Jahr um 6,4 Prozent gestiegen.

Die Entwicklung überrascht: Schließlich war das Wirtschaftswachstum 2017 das höchste seit 2008. Im Durchschnitt wuchs das mittel- und osteuropäische BIP um 4,5 Prozent. Durch das günstige Umfeld verbesserte sich die Liquidität der Unternehmen allerdings nicht.

Die Erklärung der Coface: Durch die Produktionsauslastungen und die starke Nachfrage haben viele Firmen ihre Kapazitäten ausgebaut. Zudem kamen, ungeachtet des hohen Wettbewerbs, neue Unternehmen auf die Märkte. Die Umsätze stiegen, aber die Gewinne nicht, da sie die höheren Kosten begrenzt wurden.

Das betrifft allerdings nicht jedes Land: Je nach Staat schwankt die Insolvenzentwicklung stark. So verzeichneten Kroatien (+40%), Polen (+16%) und Ungarn (+14%) starke Anstiege. In der Slowakei (-27%), Tschechien (-26%) und Bulgarien (-18%) sind die Insolvenzen allerdings deutlich gesunken.

Für 2018 und 2019 erwartet Coface weiterhin steigende Insolvenzzahlen: Für das laufende Jahr +10,4 Prozent, für das kommende weitere +15,5 Prozent. Damit wäre das Ende des aktuellen wirtschaftlichen Zyklus in der Region eingeläutet.

Hier geht’s zum kompletten Artikel: Coface-Studie.

Mehr zum Thema „Insolvenzen“ im GFL-Blog:

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