2019: Chinas Wirtschaft schwächelt

Der Druck auf Chinas Wirtschaft wächst: Der Handelskrieg mit den USA und die große Inlandsverschuldung werden dem Staat in den kommenden Jahren zu schaffen machen. Wie ein neuer Länderrisiko-Report der Credendo Group zeigt, wird 2019 ein herausforderndes Jahr für die chinesische Regierung.

Der Handelskrieg mit den USA werde nächstes Jahr erst richtig spürbar, so der Kreditversicherer. So gehen die Credendo-Experten von einer Eskalation aus. Die Importzölle in den USA werden voraussichtlich zuerst steigen: Im Januar von 10 auf 25 Prozent bei den ins Auge gefassten chinesischen Gütern und könnten dann auf alle chinesische Exporte in die USA ausgeweitet werden.

Die chinesische Regierung reagiert darauf, indem sie versucht, die Wirtschaft durch Erleichterungen für Exporteure und Konsumenten, private und staatliche Firmen zu stabilisieren. Dadurch wird das Haushaltsdefizit um 4 Prozent auf 50 Prozent des BIP in 2018 und um 4,4 Prozent auf 53,9 Prozent in 2019 ansteigen.

Auch die Geldpolitik will China lockern. So steigen bereits die Bankenkredite und China unterstützt Auslandsinvestments in einigen Sektoren von der Automobilindustrie bis hin zu Versicherungen. Der private Konsum, die öffentlichen Ausgaben und lokale Regierungsinvestitionen werden das Wachstum 2019 unterstützen und die Auswirkungen des Handelsstreits mildern. Nichtsdestotrotz wird es laut Credendo von 6,6 Prozent in diesem Jahr 2019 auf 6,2 Prozent fallen – dem niedrigsten Level seit 1990.

Die Zahlungsausfälle und –verspätungen werden kommendes Jahr steigen, so dass Credendo das wirtschaftliche Risiko in die schlechteste Kategorie (C von A-C) einstuft.

Den kompletten Bericht gibt es hier zum Nachlesen.

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