Automobilmarkt wächst

Die Automobilbranche wächst. Nach 3,1 Prozent in 2017 erwartet Euler Hermes dieses Jahr ein Plus von 3,0 Prozent, das sich nächstes Jahr allerdings auf 1,9 Prozent abkühlt. Mittelfristig wird die Nachfrage laut der Prognose vor allem von zwei Ländern angetrieben: China und Indien.

2019 werden die Autoverkäufe voraussichtlich die 100-Millionen-Grenze knacken. Den größten Anteil daran hat Asien: China und Indien werden 2018 zusammen für mehr als 55 Prozent, 2019 für 75 Prozent aller Autokäufe verantwortlich sein. Trotz einer leichter Verlangsamung von neuen Registrierungen festigt China so seine Position als größter Automarkt der Welt. Diese werden laut Euler Hermes 2018 um 4 Prozent, 2019 um 3,5 Prozent steigen – allerdings nach einem Wachstum von 8,6 Prozent zwischen 2012 und 2017.

Indien, obwohl momentan nur der viertgrößte Markt, weist ein rasantes Wachstum auf: 2018 sollen die Autoverkäufe um 12 Prozent zulegen (auf 4,5 Millionen) und 2019 um 9 Prozent. Japan hat dennoch die Nase leicht vorne: Obwohl sich der Markt 2018 stabilisiert und auch 2019 nur ein Wachstum von einem Prozent erwartet wird, werden in Japan kommendes Jahr dennoch voraussichtlich 5,2 Millionen Autos zugelassen.

In Europa weist Deutschland den größten Markt auf mit 3,9 Millionen Zulassungen in 2018 (+3 Prozent) und 4 Millionen in 2019 (+1%). Nach drei Jahren starker Wachstumszahlen wird Frankreich dieses Jahr vermutlich wieder sein historisches Hoch von 2009 erreichen, mit 2,7 Millionen Zulassungen (+4 Prozent). In Italien und Großbritannien wird der Markt jedoch etwas schrumpfen.

Mittelfristig sind die globalen Vorhersagen positiv: 2022 wird voraussichtlich bereits die 110-Millionen-Grenze geknackt. Das liegt zum einen an der niedrigen Mobilisierungsrate in zahlreichen Ländern wie Afrika und im Mittleren Osten, weiten Teilen von Asien oder in Südamerika. Zum anderen ist da das Verlangen nach immer neuen Autos in den größten Märkten. Hier sind zwar keine rasanten Zuwachsraten zu erwarten, die Nachfrage wird dennoch voraussichtlich stabil bleiben, bei 43 Millionen Autos pro Jahr.

Die komplette Studie finden Sie hier.

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