Befragung: Angst vor Handelskrieg

Deutsche Unternehmen haben Angst vor einem Handelskrieg. Wie eine Befragung von Atradius zeigt, sehen Unternehmer gerade kein größeres Risiko als die Eskalation des internationalen Handelsstreits infolge des US-Protektionismus.

55 Prozent der deutschen Unternehmen halten das für das größte Risiko. Nur in Dänemark ist die Sorge noch größer (60 Prozent). Auch der zweite Unsicherheitsfaktor findet sich in den USA: eine fehlgeleitete Zinspolitik der US-Notenbank (21 Prozent).

Die Unsicherheiten und die verhaltenen Aussichten für das globale Wirtschaftswachstum im nächsten Jahr dämpfen laut Atradius die Erwartungen der Unternehmen in Bezug auf das Zahlungsverhalten. 68 Prozent gehen davon aus, dass ihre Forderungslaufzeit in den kommenden zwölf Monaten konstant bleibt, 19 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus.

Auch heute schon führen überfällige Rechnungen zu Umsatzeinbußen: 60 Prozent der deutschen Unternehmer gaben an, dass überfällige Rechnungen in den vergangenen zwölf Monaten ihr Geschäft beeinträchtigt haben.  Von den befragten westeuropäischen Ländern verzeichnete Deutschland den zweithöchsten Prozentsatz der Befragten (24,7 Prozent), nach deren Angaben verspätete Zahlungen zu Umsatzeinbußen führten. Dieser Wert ist mit 30 Prozent nur in Griechenland höher.

Wie schon in den vergangenen Studien weist der Bausektor die schlechteste Zahlungsmoral auf. Hauptgründe sind die mangelnde Liquidität der Kunden, aber auch die Nutzung von offenen Rechnungen als Finanzierungsmittel. Mit einer baldigen Verbesserung der Zahlungsmoral rechnen die meisten Unternehmen aus der Branche nicht.

Die Studie finden Sie hier.

Mehr zum Thema gibt’s im GFL-Blog:

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