Zahlungsrisiken beim Export nach Nordafrika

Die Gefahr, dass Rechnungen von Exporten nach Afrika nicht bezahlt werden, ist hoch. Wie ein Bericht der Kreditversicherung Atradius zeigt, betreffen die Risiken vor allem Geschäfte mit Ägypten, Algerien und Tunesien.

Ägyptens Wirtschaft leider unter einem massiven Wertverlust der Währung. Das belastet vor allem Importeure und deren Liquidität. Der private Konsum leidet gleichzeitig unter einer hohen Inflation und Subventionskürzungen. Hinzu kommen politische Risiken sowie ein unsicherer Bankensektor. Zahlungsrisiken herrschen laut Atradius-Bericht vor allem bei Abnehmern aus den Branchen Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie Papier.

In Algerien generieren sich 95 Prozent der Exporteinnahmen aus Öl und Gas. Um den Ölpreisverfall auszugleichen, hat die Regierung die Mittel als dem staatlichen Öl-Fonds größtenteils aufgebraucht, so dass nur ein geringes Wirtschaftswachstum erwartet wird. In allen Branchen – außer des Öl- und Gassektors – bestehen daher hohe Zahlungsrisiken.

In Tunesien verschlechtert sich die Lage: Das politische Risiko steigt leicht an, die Inflation wird durch höhere Lebensmittelpreise und eine Abschwächung der Währung getrieben, der Finanzsektor bleibt schwach, das Volumen der notleidenden Kredite hoch. Atradius erwartet ein moderates Wachstum von 2,5 Prozent in diesem und 1,8 Prozent im nächsten Jahr. Für die Bereiche Automobil und Transport, Energie und Lebensmittel ist der Ausblick leicht positiv. Alle anderen vom Kreditversicherer untersuchten Bereiche weisen beträchtliche Risiken für Zahlungsausfälle und -verzögerungen auf.

Sicherer sind Geschäfte mit Marokko, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Hier sind zumindest die politischen Risiken gering. Doch auch hier ist der Ausblick für einzelne Branchen negativ – etwa für die Bauwirtschaft oder die Elektronik- und IKT-Branche.

Hintergrund: Schutz durch Handelsfinanzierungen

Handelsgeschäfte mit ausländischen Partnern bergen sowohl im Einkauf wie im Verkauf erhebliche Risiken. Diese werden durch lange Zahlungsziele noch erhöht. In der Regel werden Bankgeschäfte mit bankbestätigten Akkreditiven abgesichert. Diese führen zu einem erheblichen Finanzbedarf.

Außerdem ist es nicht immer einfach, ausreichende Linien von den Banken zu bekommen, da diese bestimmte Länder meist ausschließen oder nur ein geringes Volumen zur Verfügung stellen. Hier können Handelsfinanzierungen die Lösung bieten. Durch langjährige Kontakte und Erfahrungen kennt GFL Spezialfinanzierungsgesellschaften, die sich auf internationale Handelsfinanzierungen spezialisiert haben und bankenunabhängig sind.

Den vollständigen Atradius-Country-Report finden Sie hier. Mehr zum Thema Handelsfinanzierung gibt es auf unserer Homepage: www.gfl-broker.de/handelsfinanzierung

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