Forderungsrisiken in der IKT-Branche

Atradius warnt vor Forderungsrisiken bei Abnehmern der Informations- und Kommunikationstechnikbranche (IKT). In den vergangenen Monaten sei in Deutschland die Summe der zu spät bezahlten Forderungen deutlich gestiegen.

Auch für das kommende halbe Jahr rechnet der Kreditversicherer damit, dass Zahlungsverzögerungen und Insolvenzen in dem Bereich weiter zunehmen. Zwar habe die Branche gute Wachstumsaussichten, heißt es im Atradius-Markt-Monitor, doch die Margen seien gering, der Wettbewerb hoch und die Preise würden verfallen.

Vor diesem Hintergrund hält der Konsolidierungstrend an: Unternehmen sind gezwungen, mit dem rasanten Fortschritt mitzuhalten und neue Produkte immer schneller zur Marktreife zu bringen. Kleinere Unternehmen können da oft nicht mithalten. Trotz rückläufiger Insolvenzzahlen ist die Zahl der Unternehmenspleiten in der IKT-Branche daher 2017 um 1,5 Prozent gestiegen.

Liquiditätsrisiken entstehen zudem durch Umsatzsteuerkarusselle und durch Abgaben an Verwertungsgesellschaften. So sei es bei IKT-Firmen, die die Vergütungsansprüche von Verwertungsgesellschaften nicht bezahlen und damit die gesetzlich geregelte Abgabe verweigern, in jüngster Vergangenheit vereinzelt zu Zahlungsausfällen gekommen. Der Grund: Die Staatsanwaltschaft hatte Firmenkonten bei säumigen Unternehmen gesperrt.

Mehr zum Thema Forderungsrisiken im GFL-Blog:

 

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