USA & Eurozone: Konjunkturpeak erreicht

Erreicht das Wirtschaftswachstum in den USA und der Eurozone dieses Jahr bereits seinen Höhepunkt? In beiden Märkten wird sich das Wachstum laut aktuellem „Postbank Research“ ab kommendem Jahr leicht eintrüben. In den USA erwarten die Experten 2019 noch 2,7 Prozent – nach 2,9 Prozent in 2018. Im Euroraum wird sich das Wachstum 2019 voraussichtlich auf 1,7 Prozent abschwächen.

USA: Schwacher Start ins Jahr

Die US-Wirtschaft ist schwach ins Jahr gestartet: Die Industrieproduktion gab um 0,1 Prozent nach, die Einzelhandelsumsätze (ex Autos) stagnierten. Doch Unternehmens- und Verbraucherstimmung signalisieren, dass es sich hierbei nur um eine kurze Wachstumspause gehandelt hat. Dafür spricht auch, dass die Unternehmensinvestitionen zunehmen, der private Verbrauch von der steigenden Beschäftigung profitiert und die Exporte von der guten Weltkonjunktur und dem schwächeren Dollar getragen werden.

Die Postbank erwartet deshalb für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent, für kommendes 2,7 Prozent. Damit steige jedoch auch das Risiko einer Überhitzung, warnen die Experten.

Die Inflationsrate verharrte zwar Anfang des Jahres auf dem Dezember-Niveau, doch für die kommenden Monate wird ein spürbarer Anstieg erwartet: 2018 von 2,1 auf 2,3 Prozent, 2019 dann sogar auf 2,4 Prozent. Bei einer konjunkturellen Überhitzung seien auch höhere Raten nicht ausgeschlossen.

Euroraum: Noch hält der konjunkturelle Schwung an

Das Wachstum im Euroraum hat Ende 2017 nochmal leicht angezogen. Für dieses Jahr erwartet die Postbank, dass sich der Schwung des Vorjahres Dank der Wachstumsüberhänge noch etwas hält. Zwar hat sich die Unternehmensstimmung eingetrübt, sie sei jedoch nach der übertrieben positiven Stimmung um den Jahreswechsel nur auf ein realitätsnäheres Niveau gefallen.

Doch auch wenn die Stimmung keinen Grund zur Sorge gebe, die Postbank geht davon aus, dass die konjunkturelle Dynamik im Euroraum (und in Deutschland) ihren Höhepunkt erreicht hat. Für dieses Jahr erwarten die Experten ein Wachstum von 2,3 Prozent, das sich 2019 auf 1,7 Prozent abschwächt.

Die Inflation zeigt sich im Euroraum verhalten. Erst zur Jahresmitte hin dürfte sie anziehen, getrieben zunächst von den Energiepreisen. Nach den gefallenen Rohölnotierungen im Frühjahr 2017, die damit niedrige Vergleichswerte darstellen, sollte sich nun der Ölpreis auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren. Dass zudem die Löhne anziehen, sollte einen nachhaltigeren Effekt auf die Kerninflation haben. Dem wirkt eine erwartete weitere Euro-Aufwertung entgegen. Somit rechnet die Postbank mit einem leichten Anstieg der Inflationsrate auf 1,6 Prozent.

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