Eurozone: Aufschwung hält an

Das BIP Wachstum sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone hat sich dieses Jahr etwas abgekühlt. Wie die Postbank meldet, gibt es dieses Quartal zwar voraussichtlich ein Umsatzplus im Einzelhandel, jedoch ein Minus bei der Produktion. Dieser Stimmungsdämpfer bedeute aber nicht das Ende des Aufschwungs.

In der Eurozone ist die Industrieproduktion (ohne Bau) im Januar auf 1,0 Prozent gesunken, die Einzelhandelsumsätze haben um 0,1 Prozent nachgegeben. Extrapoliert würde das aufs Quartal gesehen ein Umsatzplus im Einzelhandel, aber ein Minus bei der Produktion ergeben.

Stimmung ist trübe

Auch die Sedimentindikatoren zeigen eine Eintrübung. Der EWU-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe ist im März zum dritten Mal in Folge gesunken. Auch der Serviceindex hat Punkte verloren. Dies seien die niedrigsten Werte seit Juli bzw. Oktober 2017, so die Postbank. Stark eingetrübt hat sich die Stimmung in Deutschland. Laut Geschäftsklimaindex ist er im März auf das niedrigste Niveau seit April 2017 gesunken. Zurückzuführen ist das zu einem Großteil auf die negativen Exporterwartungen. So hinterlässt die Angst vor einem Handelskrieg mit den USA schon jetzt ihre Spuren.

Privater Konsum als Wachstumsmotor

Trotzdem: Nun eine sich anbahnende konjunkturelle Schwächephase an die Wand zu malen, sei weit überzogen, so die Experten. Zwar dürften die Impulse, die Europa vom Außenhandel erhalten hat, nachlassen, jedoch nicht vollständig abbrechen. Steigende Beschäftigung und Lohnwachstum sprächen für einen weiteren Zuwachs beim privaten Konsum. Der Aufschwung sollte sich daher fortsetzen. Deutschland und EWU dürften 2018 laut Postbank-Prognose ein Wachstum von 2,3 Prozent erzielen. Erst 2019 könnte dann eine Abflachung deutlich werden, auf 1,8 Prozent Wachstum in Deutschland und 1,7 Prozent in der Eurozone.

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