Schweizer Wirtschaft im Aufschwung

Das Wachstum in der Schweiz zieht an. Nachdem das erste Halbjahr 2017 mit Wachstumsraten von 0,1 Prozent im ersten und 0,2 Prozent im zweiten Quartal enttäuschte, zog die Wirtschaft so stark an, dass das Jahr voraussichtlich mit 1 Prozent abschließen wird. Auch weiterhin stehen die Zeichen gut: Für 2018 rechnen Experten mit einem Wachstum von 2,3 Prozent.

Wie der Schweizerische Gläubigerverband Creditreform meldet, lässt sich das Wachstum auf mehrere Faktoren zurückführen: So erstarkte etwa der Euro nach der Wahl in Frankreich, so dass sich der Kurs bis nahe an die Schwelle von 1.20 Franken bewegte – ein Wert, der vor der Bindung an den Euro als Untergrenze galt. Auch begannen die Spar, Optimierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen zur Abwendung des Frankenschocks zu wirken.

Export und Tourismus profitieren

Von der Frankenabwertung profitiert der Export. So müssten die Metall- und Maschinenindustrie wegen voller Auftragsbücher teilweise sogar Aufträge ablehnen und es sei mit steigenden Ausrüstungsinvestitionen zu rechnen. Auch die Tourismusbranche profitiert. So wird prognostiziert, dass die Arbeitslosigkeit um 0,3 auf 2,9 Prozent sinkt.

Auch das Konjunkturbarometer der ETH Zürich stützt die Tendenz. Ende des Jahres erreichte es den höchsten Stand seit fast sieben Jahren. Bemerkenswert ist hier die Rolle großer internationaler Sportereignisse. Sie füllen die Kassen der Sportverbände und tragen mit knapp 0,3 Prozent zur Wertschöpfung bei. Während es vergangenes Jahr nur kleinere Events gab, punktet 2018 mit gleich zwei Großveranstaltungen: der Winterolympiade und der Fußball-Weltmeisterschaft.

Konsumenten sind zuversichtlich

Auch die Schweizer Konsumenten erhoffen sich einen Aufschwung. So stieg der Konsumentenstimmungs-Index des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) auf den höchsten Stand seit sieben Jahren. Sowohl für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit als auch für die Wirtschaftsentwicklung insgesamt erwarten die Konsumenten, dass sich die positive Dynamik fortsetze.

Den Bericht von Creditreform gibt es hier zum Nachlesen.

Mehr zum Thema Wirtschaftswachstum im GFL-Blog:

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