Insolvenzen: Niedrigster Stand seit 23 Jahren

In Deutschland ist die Zahl der Insolvenzen auf den niedrigsten Stand seit 23 Jahren gesunken. Wie der Verband Creditreform meldet, sind die Fälle sowohl bei den Unternehmens- als auch den Verbraucherinsolvenzen 2017 erneut weniger geworden. Im Vergleich zum Höchststand von 2003 hat sich die Zahl der Firmenpleiten sogar fast halbiert.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Unternehmensinsolvenzen 2017 um 6,3 Prozent auf 20.200 zurück. Eine geringere Zahl gab es mit 18.820 Fällen zuletzt im Jahr 1994, damals noch unter alter Konkursordnung.

Grund ist die gute wirtschaftliche Lage: die Arbeitslosenzahl sank im vergangenen Jahr, die Einkommen stiegen, die Unternehmen profitieren von der kräftigen Binnennachfrage.

Schäden ebenfalls gesunken

Auch die Insolvenzschäden haben abgenommen. Sie lagen mit rund 26,6 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert von 27,5 Milliarden. Rund 198.000 Arbeitsplätze sind durch die Firmenpleiten weggefallen bzw. bedroht. 2016 waren es noch 221.000.

Von sich reden machten zwar vor allem Großinsolvenzen wie Air Berlin, SolarWorld oder ALNO Küchen, doch am häufigsten sind Kleininsolvenzen. 82,7 Prozent der insolventen Unternehmen hatten höchstens fünf Beschäftigte. Der boomende Bausektor und das Verarbeitende Gewerbe konnten (mit -11,7 bzw. -13,9 Prozent) die höchsten Rückgänge verzeichnen. Nach wie vor stammt der überwiegende Teil der Pleiten aus dem Handel oder dem Dienstleistungsgewerbe. Hier ist der Anteil mit 77,8 Prozent (2016: 76,1 Prozent) nochmals angestiegen.

Junge Betriebe in der Minderheit

Dabei sind es überwiegend eingesessene Unternehmen, die dicht machen müssen. 44,2 Prozent der Pleiten betrafen Firmen, die mehr als zehn Jahre alt sind. Einen Anstieg gab es vor allem bei 13- bis 14-jährigen und mehr als 20 Jahre alten Unternehmen. Die Insolvenzen von jungen Betrieben nahm hingegen ab. So macht der Anteil der Betriebe, die weniger als zwei Jahre am Markt sind, nur 11,4 Prozent aus.

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