Inkasso in Schweden, Deutschland und Irland am einfachsten

Wie schwer es ist, offene Forderungen einzutreiben, variiert von Land zu Land. Euler Hermes hat nun 50 Länder daraufhin untersucht. Das Ergebnis: In Schweden, Deutschland und Irland lassen sich Inkasso-Maßnahmen am einfachsten durchzuführen, in Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Malaysia sind sie am komplexesten. Und das nicht unwesentlich: Internationales Inkasso ist in Saudi Arabien etwa dreimal so schwierig wie in Schweden.

Die meisten Länder, die über ein unkompliziertes Inkassosystem verfügen, sind in Westeuropa zu finden. Die einzige Ausnahme bildet hier Neuseeland. In Europa gibt es jedoch auch Länder mit höherem Komplexitätsgrad: In Osteuropa sind das Polen und Rumänien, in Westeuropa Italien und Griechenland.

Mehr als 50 Prozent “sehr hoch”

In Lateinamerika, Afrika, Osteuropa und sogar Nordamerika machen die Länder, deren Inkasso-Komplexität von Euler Hermes als „sehr  hoch“ eingestuft wird, einen Anteil von mehr als 50 Prozent aus. Am untersten Ende der Skala finden sich neben Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Malaysia auch China, Russland, Mexiko, Indonesien, Südafrika und Benin.

Die Komplexität setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: Die Hälfte (51 %) machen allein die Insolvenzverfahren aus. Für 31 Prozent sind gerichtliche Verfahren verantwortlich, also etwa, ob das Rechtssystem verständlich und transparent ist oder ob es Schnellverfahren gibt. Die restlichen 18 Prozent machen Zahlungsverfahren aus. Eine geringe Zahlungsmoral, hohe Zahlungsziele oder der Mangel eines nationalen Rechtsrahmens sind hier die häufigsten Probleme.

Passende Kreditversicherung ist essentiell

Für internationale Geschäfte sollte man sich daher gut absichern, empfiehlt Ralph Krumpen, GFL-Geschäftsführer Schweiz: „Aufgrund der zum Teil sehr aufwendigen und mit hohen Kosten verbundenen Inkassomaßnahmen in manchen Teilen der Welt ist es umso wichtiger, eine passende Lösung im Bereich der Kreditversicherung zu haben, die die entsprechenden Abnehmerländer berücksichtigt“.

Die komplette Euler-Hermes-Studie finden Sie hier.

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