Banken der Golfländer leiden unter Ölpreis

Der anhaltend niedrige Ölpreis verteuert die Finanzierung in der Golfregion. Laut einer Coface-Studie drücken neben den niedrigen Energiepreisen auch die geringen Staatsausgaben in Ländern des Golf-Kooperationsrates (GCC) auf die Kreditmöglichkeiten.

Die niedrigen Ölpreise ziehen eine ganze Kette negativer Entwicklungen nach sich: Die Einnahmen der Staaten gehen zurück, mindern die Liquidität der Banken, verteuern die Finanzierung und drücken auf das Wirtschaftswachstum.

Das Kreditwachstum ist immer noch solide, 2017 dürfte es bei 4,9 Prozent liegen. Im Vergleich mit dem Durchschnitt von 2012 bis 2016 – 9,2 Prozent – ist es aber deutlich schwächer. Denn der Interbankenzinssatz ist in der GCC-Region gestiegen und hat die Geldversorgung ausgebremst. Betroffen sind vor allem Oman und Bahrein, die nur niedrige finanzielle Puffer haben, die Arabischen Emirate und Saudi-Arabien sind stärker abgesichert.

Einige der Golfstaaten haben laut Coface bereits ihre Reserven angegriffen, um die Defizite auszugleichen. Helfen könnte die Erschließung des internationalen Anleihemarktes. Das würde den Liquiditätsdruck mildern und zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten für den privatwirtschaftlichen Sektor eröffnen.

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