Politische Risiken steigen

Die politischen Risiken steigen weltweit an. So hat sich laut einer Studie des Kreditversicherers Coface das Terrorismusrisiko seit 2008 um das 2,8-fache erhöht. Die Zahl der Konflikte hat sich zwischen 2007 und 2015 verdoppelt. Und in westlichen Demokratien erhöht der Populismus die Index-Werte  für das politische Risiko.

Während Skandinavien zu den Schlusslichtern in Sachen politisches Risiko zählt, steht der Nahe Osten am Anfang der Rangliste. Das höchste Risiko birgt Afghanistan, gefolgt von Irak, Libyen, Nigeria, Sudan, Syrien und Jemen. Hier verzeichnet Coface das höchstmögliche politische Risiko. Es sind auch die Länder, die am meisten von Konflikten betroffen sind.

Doch auch das Terrorismus-Risiko spielt hier eine Rolle: Es beeinflusst das Verhalten von Konsumenten und ausländischen Investoren. Ein erhöhtes Risiko haben OECD-Länder, die sich im Kampf gegen den IS engagieren. Frankreich ist dabei das Industrieland mit dem höchsten Risiko. Doch der Risiko-Wert steigt auch für die USA, Australien und Deutschland.

Neben der Sicherheit (Konflikte und Terrorismus) fließen aber auch Faktoren wie die politische und soziale Stabilität in die Beurteilung mit ein. So sind die politische unstabilsten Länder Zentralafrika, Eritrea, Laos, Iran, Äthiopien, Kamerun und Chad.

Für Volkswirtschaften und Unternehmen sind beide Dimensionen bedeutsam: Während sich Sicherheitsrisiken direkt auf die Unternehmensaktivität auswirken, spielen politisch-soziale Faktoren über Vertrauen und Zuversicht eher indirekt eine Rolle, erklärt Coface-Ökonom Mario Jung.

Die Länder am untersten Ende der Skala, mit sehr niedrigem Risiko sind Finnland, Polen, Norwegen, Neuseeland und Island. Auch die Schweiz, Österreich, Portugal, Luxemburg, Japan oder Dänemark gehören in diese Kategorie. Deutschland (Platz 132), Großbritannien (Platz 116) und Frankreich (Platz 107) schaffen es immerhin in die Kategorie „niedriges“ politisches Risiko. Die USA liegt auf Platz 103 und damit schon in der Kategorie „moderates“ Risiko.

Die komplette Studie (auf englisch) finden Sie hier: www.coface.de/Economic-studies

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