Frankreich: Wirtschaft erholt sich

Frankreichs Wirtschaft ist auf dem Weg der Besserung: Das Wachstum nimmt zu, die Insolvenzen gehen zurück, das Branchenrisiko schrumpft. Nur die Exporte trüben das Bild. Der Kreditversicherer Coface erwartet daher für 2016 ein Wachstum von 1,6 Prozent, und für 2017 ein Plus von 1,3 Prozent.

 

Im ersten Quartal 2016 hat das Wirtschaftswachstum um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zugelegt. Die Ausgaben der privaten Haushalte spielten dabei eine wesentliche Rolle, sie haben mit einem Plus von 1,2 Prozent einen Höchstwert seit 2004 erreicht. Zum ersten Mal seit 2012 tragen auch die Investitionen zum Wachstum bei.

Allerdings sind die Exporte im ersten Quartal um 0,2 Prozent zurückgegangen. Das gebremste Wachstum in den Emerging Markets oder die geringe Zahl an exportierenden Firmen in Frankreich sind laut Coface dafür verantwortlich. So hat Frankreich nur ein Drittel so viel exportierende Unternehmen wie Deutschland – bei insgesamt etwa gleicher Gesamtzahl an Firmen.

Die sinkende Zahl an Insolvenzen – Coface erwartet einen Rückgang um 3,2 Prozent in diesem Jahr – ist ebenfalls ein Zeichen der wirtschaftlichen Erholung. Im ersten Quartal gab es 4,3 Prozent weniger Unternehmenspleiten, die Insolvenzkosten sanken um 8,6 Prozent. Bei großen Firmen ist der Rückgang mit 21,5 Prozent besonders deutlich.

Dabei entfallen 21 Prozent der Insolvenzen auf den  Großraum Paris. Hier und in Zentralfrankreich sind die Pleiten auch entgegen dem Trend um 3 bzw. 2,9 Prozent gestiegen.

Was die Branchenrisiken angeht, hat Coface einige Aufwertungen vorgenommen: Der Einzelhandel wurde als erste Branche mit niedrigem Risiko bewertet. Hochgestuft in „mittleres Risiko“ wurden Automobil, Pharma, Chemie und Transport. Auch der Bau erholt sich und wurde von „sehr hohes Risiko” in hohes Risiko heraufgestuft.

Einzig in der Textilbranche hat sich das Risiko erhöht. Auch beim Transport sind die Aussichten trotz Heraufstufung auf mittlere Sicht unsicher.  Die Insolvenzrate hängt unter anderem stark von gesetzlichen Eingriffen zu Löhnen und der unwägbaren Ölpreisentwicklung ab.

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