Folgen der Franken-Aufwertung für den Schweizer Export

Für viele Schweizer kam die Aufwertung des Franken als Schock. Seit die Schweizer Notenbank den Mindestkurs des Franken zum Euro aufgegeben haben fürchten gerade exportstarke Unternehmen um ihre Wettbewerbsfähigkeit. Nicht zu unrecht, weiß der Schweizer GFL-Berater Ralph Krumpen. Aufgrund sinkender Margen erwartet er ein höheres Ausfallrisiko bei Schweizer Unternehmen.

Die Funktionäre der SNB erklären ihre Entscheidung mit den hohen Kosten, die es verursacht habe, den Frankenkurs künstlich niedrig zu halten. Allein im Januar hätte der Eingriff rund 100 Milliarden Franken gekostet.

Die Entscheidung könnte nun aber die exportstarken Schweizer Unternehmen teuer zu stehen kommen. „Ihnen stehen nun Neubewertungen durch die Banken und Kreditversicherer bevor“, folgert Krumpen. „Das kann zu schlechteren Kreditkonditionen, beziehungsweise zu geringeren Kreditversicherungslimiten führen.“

Die Aufwertung dürfte einige Unternehmen treffen: In der Schweiz machen die Exporte mehr als 30 Prozent der Wirtschaftsleistung aus. Kurzfristig könnte es somit zu einer merklichen Deflation der Schweizer Wirtschaft kommen.

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