Schlechte Länderbewertung für Russland, Türkei und Venezuela

In einer neuen Bewertung stuft der Kreditversicherer Coface die drei Länder Russland, Türkei und Venezuela herab, da sie vor finanzwirtschaftlichen und politischen Herausforderungen stehen.

Obwohl sich das Wirtschaftswachstum weltweit erhöht, sieht Coface höhere Risiken in wichtigen Schwellenländern. Die Länderbewertung für Russland wird auf ein C herabgestuft. Durch die Ukrainekrise wird in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von null Prozent erwartet. Konsum und Investitionen lassen nach, zudem seien russische Unternehmen hoch in Fremdwährungen verschuldet.

Für die Türkei nimmt der internationale Kreditversicherer eine etwas positivere Bewertung vor. Da sich das BIP-Wachstum mit 3,3 Prozent in diesem Jahr recht stabil zeigt, wird das Land mit einem B bewertet. Die Herabstufung im Vergleich zum Vorjahr begründet Coface jedoch damit, dass die Auslandsverschuldung auf Unternehmensseite hoch ist und die Unternehmen daher einem erhöhten Fremdwährungsrisiko ausgesetzt sind.

Venezuela ist nach der neusten Bewertung auf ein D herabgestuft worden. Politische und soziale Schwierigkeiten sowie ein Versorgungsengpass sorgen in dem südamerikanischen Land für eine Rezession (-2,5 Prozent) und eine Hyperinflation (64 Prozent in 2014).

In der Eurozone nehmen die Länderrisiken hingegen ab. So wurde etwa Spanien kürzlich von Coface von der Bewertung mit B auf A4 hochgestuft und die A3-Bewertung der Niederlande und Belgiens steht unter Beobachtung für eine Aufwertung.

Mehr zu den Länderbewertungen lesen Sie in der Pressemitteilung der Coface.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich habe die Hinweise zum Datenschutz gelesen und akzeptiere sie.*