Liquidität – Firmen könnten ihr Working Capital wesentlich optimieren

Der Treasurer berichtet in seiner Ausgabe vom 3. Juli 2014, dass deutsche Unternehmen im abgelaufenen Jahr kaum Fortschritte bei der Optimierung ihres Working Capitals gemacht haben. Diese Aussage fusst auf einer Studie des Beratungsunternehmens REL, welches 118 Unternehmen untersucht hat.

So betrug die Kapitalbindungsdauer der Unternehmen im Schnitt 45 Tage. Gleichbleibend mit dem Vorjahr. Auch der Anteil des Working Capitals am Umsatz blieb konstant bei 12%.

Aus den vorgenannten Kennzahlen hat das Beratungsunternehmen das nicht gehobene Liquiditätspotential der Firmen errechnet. Gemessen am oberen Viertel ihrer jeweiligen Branche könnten die weniger erfolgreichen Unternehmen demnach mehr als 189 Mrd. EURO freisetzen. Sicherlich sind die Zahlen mit Vorsicht zu geniessen, da bei der Analyse Unterschiede zwischen den Geschäftsmodellen nicht berücksichtigt wurden. Dennoch ist erkennbar, dass deutsche Treasurer noch eine Menge Arbeit vor sich haben.

Dass aber das Working-Capital derzeit von den Verantwortlichen nicht so stark beachtet wird, könnte gemäss REL auch daran liegen, dass viel Firmen in Liquidität schwimmen, die derzeit nicht rentierlich angelegt werden kann. Das meiste Cash könnten deutsche Unternehmen durch ein besseres Verbindlichkeiten-Management heben, durch Ausnutzung der Zahlungsziele beispielsweise. Hier lassen lt. REL die Unternehmen aktuell 92 Mrd. EURO liegen.

Aufgrund der guten Zahlungsmoral hinken deutsche Unternehmen internationalen Firmen im Vergleich hinterher. Bei der Beschaffung innerhalb Deutschlands wird schneller gezahlt als die europäischen Wettbewerber. Die ausländischen Kunden aber nutzen Zahlungsziele die bis zu 60 Tagen gehen können.

Auffällig in der Studie der Firma REL war ebenfalls, dass die 25 untersuchten DAX-Unternehmen im Schnitt schlechter abschneiden als der Durchschnitt der deutschen Unternehmen. Sie zahlen ihre Rechnungen also noch schneller als kleiner Unternehmen.

Lesen Sie hier den kompletten Bericht im Treasurer vom 03.07.2014

 

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ich habe die Hinweise zum Datenschutz gelesen und akzeptiere sie.*