IKB: Zukunft der deutschen Industrieunternehmen

Die deutsche Industriebank hat in ihrem Newsletter vom 17.1.2014 auch die Ergebnisse der aktuellen Umfrage des BDI-Mittelstandspanels veröffentlicht. Alles in allem sehen deutsche Industrieunternehmen verhalten positiv in die Zukunft.

860 Industrieunternehmen nahmen an der Online-Befragung teil, wovon immerhin 47% der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage mit „gut“ oder „sehr gut“ bewerteten. Immerhin noch 37% bewerteten die aktuelle Geschäftslage mit „befriedigend“. Der Beurteilungssaldo, also die Differenz aus positiven und negativen Ergebnissen, ist seit Herbst 2011 erstmals wieder gestiegen.

Auffällig ist weiterhin, dass kleinere Unternehmen (bis zu 100 Mitarbeiter) ihre aktuelle Situation etwas besser einschätzen, ebenso Unternehmen, die auf den inländischen Markt fokussiert sind.

Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate fallen verhalten positiv aus, es ist eine leichte Tendenz nach oben zu erkennen. Zwar ist der Wert der Unternehmen, die mit einer guten oder sehr guten Geschäftsentwicklung rechnen im Vergleich zum Herbst 2013 rückläufig, allerdings ist der Anteil der Unternehmen, die ihre Geschäftserwartung als schlecht oder sehr schlecht ansehen, zurück gegangen. Exportorientierte Unternehmen sind zuversichtlicher als andere Unternehmen. Allerdings weist die IKB darauf hin, dass die Unternehmen bei der Einschätzung ihrer Lage vorsichtig sind, sodass die Erwartungswerte oftmals übertroffen werden. Damit sind die Ergebnisse der Befragung als recht optimistisch einzustufen.

Trotzdem ist der Konjunkturverlauf mit einigen Risiken behaftet. Als besonders schwerwiegendes Problem sehen die Industrieunternehmen weiterhin die Unsicherheiten an, die mit der europäischen Staatsschuldenkrise verbunden sind. Obwohl es in der letzten Zeit vermehrt positive Signale aus Europa gab, sehen die Industrieunternehmen sogar noch eine Zunahme der Risiken durch die Staatsschuldenkrise. Den Ernst der Lage erkennt man auch daran, dass die Industrieunternehmen als wichtigste Aufgabe der Politik, die Lösung der europäischen Staatsschuldenkrise ansehen. Als weiteres Problem geben 60% der Unternehmen die hohen Energiepreise an, die auch als schwerwiegendes Konjunkturrisiko angesehen werden. Weiterhin Sorge bereitet auch der Fachkräftemangel. Mehr als jedes dritte Unternehmen befürchtet auf kurze oder mittlere Sicht, Wachstumsbeeinträchtigungen aufgrund von fehlenden Fachkräften. Positiv ist, dass Finanzierungsschwierigkeiten in der Befragung nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Lesen Sie hier die gesamten Ergebnisse der Befragung (S. 9): http://download.ikb-news.de/Barometer_Januar_2014.pdf

 

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