Leichte Verbesserung der weltweiten Insolvenzprognose

Der Kreditversicherer Euler Hermes hat am 16.12.2013 in einer Medienmitteilung die aktuelle internationale Insolvenzprognose veröffentlicht. Zum einen erwartet der Kreditversicherer für dieses Jahr einen Anstieg der weltweiten Insolvenzrate von 2%, wobei für das kommende Jahr mit einem Rückgang von -1% gerechnet wird (außer in Europa).

Die Schweiz stellt eine positive Ausnahme dar. Die BIP-Wachstumsrate im Jahr 2013 beläuft sich auf 1,7%, sodass der positive Trend der Insolvenzentwicklung fortgesetzt wird. Die Schweiz profitiert dabei vor allem von multinationalen Exportriesen. Problematisch war der starke Schweizer Franken. Alles in allem rechnet Euler Hermes in der Schweiz mit einem Rückgang der Insolvenzen von 3%.

Beim globalen Insolvenzindex stellt der Kreditversicherer jedoch einen erneuten Anstieg fest. Dies liegt vor allem an der anhaltenden internationalen Konjunkturabschwächung und dem historischen Hochstand der Insolvenzzahlen. Global sind jedoch zwei gegenläufige Trends erkennbar. Zum einen sind teils starke Anstiege der Insolvenzzahlen wie in Lateinamerika (+10%), Zentral-/Osteuropa (+6%) und Westeuropa (+9% mit Ausnahme von Deutschland und Großbritannien) erkennbar. Zum anderen sind Rückgänge in Nordamerika (-11%) und im Asien-Pazifik-Raum (-4%) erkennbar.

Für das Jahr 2014 rechnet der Kreditversicherer mit einer weltwirtschaftlichen Erholung (+3%). Die Insolvenzzahlen sollen insgesamt um -1% sinken. Dabei führen die hohen Wachstumsraten in Nordamerika zu einem Rückgang der Insolvenzen um -5%, während die Aufnahme der wirtschaftlichen Aktivität zu einem leichten Rückgang im Asien-Pazifik-Raum führen soll (-1%). In Lateinamerika erwartet der Kreditversicherer eine Stagnation der Insolvenzzahlen (+0%), während die zu schwache Erholung in Westeuropa (+1%) zu einem Anstieg der Insolvenzzahlen in Zentral-und Osteuropa führen soll (+3%).

Obwohl die Insolvenzprognose eine leichte Verbesserung aufweist, wird die Gesamtzahl der Insolvenzen im Jahr 2014, 24% über den Zahlen des Vorkrisenniveaus liegen.

Lesen Sie hier die Medienmitteilung des Euler Hermes: Link zur Medienmitteilung von Euler Hermes

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