IKB: EZB senkt erneut den Leitzins

Die IKB hat in ihrem Newsletter „IKB Barometer“ vom 11.11.2013 auf die erneute Leitzinssenkung der EZB aufmerksam gemacht.

Die EZB hat den Leitzins um 0,25 Basispunkte auf 0,25% gesenkt. Mit dieser Maßnahme verfolgt die EZB ihr unter „forward guidance“ bekanntes Ziel, die Geldmarktsätze auf mittlere Sicht, auf den aktuellen oder einem niedrigeren Niveau zu halten. Obwohl EZB-Präsident Draghi eine Veränderung des Leitzinses frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2015 ankündigte, kam die Senkung für die IKB nach den Inflationszahlen nicht ganz überraschend. Die jährliche Inflationsrate der Euro-Zone ist im Oktober von 1,1% auf 0,7% gesunken. Dies spiegelt allerdings nur den Preisanstieg der letzten 12 Monate wieder, sodass sie für die Geldpolitik von geringer Relevanz sein sollten. Die EZB erwartet für 2013/14 eine Inflationsrate von unter 2%, was für sie ein Zeichen der Preisstabilität darstellen würde. Die IKB erwartet in diesem und im kommenden Jahr eine Inflationsrate in der Eurozone von rund 1,4%.

Die IKB führt aus, dass der Hauptgrund für die niedrige Inflationsrate im Oktober die Energiepreise waren. Der Inflationsverlauf dieses Jahres, ohne Berücksichtigung der Energiepreise, scheint kaum von den Verläufen der Vorjahre abzuweichen. Jedoch weißt die IKB darauf hin, dass die Gefahr einer sinkenden Inflation in der Eurozone, womöglich sogar einer Deflation nicht unterschätzt werden sollte. Diese Gefahr basiert jedoch vor allem auf der Entwicklung der Kreditvergabe in der Eurozone. Diese Entwicklung birgt Risiken für das Wirtschaftswachstum, da immer noch 80% der Unternehmensfinanzierungen durch Kredite gemeistert werden. Obwohl die konjunkturellen Daten auf eine Erholung hinweisen, bleibt das Wachstumsrisiko aufgrund der sinkenden Kreditvergabe außerordentlich hoch.

Die IKB macht deutlich, dass die aktuelle Leitzinssenkung der EZB, die Gefahr die sich aus der Kreditvergabe ergibt, kaum reduzieren kann, da dafür sowohl das Niveau der Zinsen als auch die Zinssenkung an sich zu unbedeutend sind. Vielmehr sollte die Stabilisierung der Kreditvergabe explizit angestrebt werden, damit sich die Konjunktur weiter erholen kann.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel: http://download.ikb-news.de/Barometer_November_2013.pdf

 

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