Hinweise für einen erfolgreichen Export nach Polen

Atradius hat in seinem Newsletter vom 22.10.2013 „Empfehlungen für erfolgreiche Geschäfte mit polnischen Kunden“ veröffentlicht.

Polen ist ein Land, dass eine sehr bemerkenswerte Entwicklung erlebt hat, indem es nach dem Krieg und der kommunistischen Herrschaft zu einem Land mit politischer Stabilität und wirtschaftlichem Wohlstand wurde. Weiterhin außergewöhnlich ist, dass Polen als einziges EU-Land die Wirtschaftskrise seit 2009 ohne Rezession überstanden hat. Im Gegenteil, das polnische BIP wuchs noch um 1,8%. Polen zeichnet sich durch seine strategisch günstige Lage aus, und es bietet Unternehmen einen Verbrauchermarkt der 28 Millionen Konsumenten aufweist. Weiterhin bietet das Land viele Investitionsmöglichkeiten. Atradius hat nun 10 Hinweise entwickelt, die einem im Umgang mit polnischen Kunden behilflich sein könnten.

Zum einen betont Atradius die Notwendigkeit am polnischen Markt physisch präsent zu sein. Dies kann durch Vertriebspartner, eine Tochtergesellschaft oder eine lokale Vertretung vor Ort geschehen. Das polnische Recht ermöglicht viele verschiedene Unternehmensformen, sodass es nicht verwundert, dass Polen mit rund 100.000 Franchise-Unternehmen immer beliebter wird. Entscheidend ist, dass der Vertrag sowohl mit dem europäischen als auch dem polnischen Recht in Einklang steht.

Außerdem weißt Atradius auf die 14 bestehenden Sonderwirtschaftszonen Polens hin, bei denen Unternehmen, die in dieser Zone tätig sind, Steuervorteile erlangen. Diese Zonen sollen bis 2016 erhalten bleiben. Polens Wirtschaft profitiert enorm von diesen Zonen, denn so konnte die Arbeitslosenquote gesenkt und das BIP pro Kopf gesteigert werden. Ausländische Exporteure können von einer Kooperation mit Unternehmen, die ihre Standorte in der Sonderwirtschaftszone haben, stark profitieren.

Als Drittes weist Atradius darauf hin, dass die Infrastruktur in dem Land einiger Verbesserungen bedarf, wodurch sich für Unternehmen große Betätigungsfelder auftun können. Der polnische Bausektor ist ausländischen Unternehmen gegenüber sehr aufgeschlossen, allerdings mahnt der Kreditversicherer Vorsicht bei der Preisgestaltung an. Es sollte ein angemessenes Polster zur Abfederung von steigenden Material-und Arbeitskosten mit eingeplant werden.

Zudem zeigt Atradius auf, dass der Preis den oftmals ausschlaggebende Faktor darstellt. Dies liegt vor allem daran, dass Unternehmen oftmals keine Finanzierungen bei den Banken erhalten, sondern den Einkauf selber finanzieren.

Ebenso gilt es zu beachten, dass Polen zwar noch als „Schwellenland“ im Onlinehandel gilt, jedoch, wie andere Länder auch, eine starke Nachfrage erfährt. Die Wachstumszahlen in diesem Segment sind enorm, auch wenn sie einen niedrigeren Ursprung haben.

Polen hat seit seinem EU-Beitritt seine Verbraucherrechte gestärkt, sodass Sie immer beachten sollten, dass der Kunde immer Recht hat. Polnische Verbraucher sind sich ihrer Rechte und Möglichkeiten immer mehr bewusst, Lieferanten und Hersteller bei Pflichtverletzungen zu belangen. Genaue Hinweise finden sie auf der Homepage des polnischen Amtes für Wettbewerbs-und Verbraucherschutz (www.uokik.gov.pl).

Zudem weist Atradius darauf hin, dass nicht alle Waren frei nach Polen importiert werden dürfen, denn auch hier gelten die zollrechtlichen Verfahren der EU und der Zollkodex der Gemeinschaft. Importeure aus Ländern innerhalb der EU bedürfen keiner Warenrechnung, Importe aus Ländern außerhalb der EU bedürfen unter anderem einer Zollanmeldung.

Obwohl sich die Geschäftskultur nicht maßgeblich von der gewohnten Geschäftspraxis unterscheidet, bevorzugen die Polen eine persönliche Verhandlung, dem ein Aufbau einer Geschäftsbeziehung vorausgeht. Dabei sind die Einhaltung der Agenda und Pünktlichkeit sehr wichtig. Ebenso gilt es zu beachten, dass Polen zu Mittel- und nicht zu Osteuropa gehört.

Zum Schluss mahnt der Kreditversicherer an, die Zahlung eines polnischen Kunden abzusichern, entweder durch Bürgschaften, Bankgarantien, Garantien von Versicherungsunternehmen, Pfandrechten, Solawechseln, Blankowechseln oder mittels einer Forderungsabtretung. Die verschiedenen Möglichkeiten unterscheiden sich in ihrer aufwendigen Bestellung, sodass hier eine Einzelfallentscheidung zu fällen ist. Wichtig ist, dass der Vertrag rechtlich bindend ist. Ebenso weist Atradius darauf hin, dass sich jedes Unternehmen gegen das Risiko eines Zahlungsausfalls absichern sollte.

Als Partner im internationalen Netzwerk CREDEA (www.credea.org) unterstützen wir von GFL unsere Kunden vor Ort in Polen durch die direkte Betreuung durch den polnischen CREDEA-Partner.

Lesen Sie hier die ausführlichen Hinweise: http://www.atradius.de/debitorenmanagementpraxis/publikationen/erfolgreich-nach-polen-exportieren.html?utm_campaign=tsw-2013,tsw-polen&utm_medium=email&utm_source=newsletterde

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