Coface präsentiert die Top 500 Unternehmen aus Zentral-und Osteuropa

Der Kreditversicherer Coface hat in seinem Newsletter vom 14.11.2013 die fünfte Ausgabe der Studie über die Top 500 Unternehmen aus Zentral-und Osteuropa veröffentlicht. Dabei kommt die Coface zu dem Ergebnis, dass sich ein sehr konträres Bild über die Situation der Unternehmen präsentiert, denn die einen sind noch stark von der Eurokrise beeinflusst, während die anderen hohe Gewinne verzeichnen.

Die 500 gelisteten Unternehmen konnten im Jahr 2012 ihren Gesamtumsatz um 5%, auf über 628 Billionen Euro, steigern, wobei sich keine stabile Entwicklung des Bilanzgewinns einstellte. Im Jahr 2011 schafften es die Unternehmen noch ihren Gewinn zu steigern, so mussten sie im letzten Jahr einen Rückgang von knapp 32%, von 30 Billionen Euro auf 20 Billionen Euro, hinnehmen.

Die erfolgreichsten Unternehmen kommen, wie schon im letzten Jahr, aus Polen. Hier schafften es 117 Unternehmen, in der Liste der Coface aufgenommen zu werden. Im Anschluss folgen Ungarn mit 66 und Rumänien mit 54 Unternehmen. Die ukrainischen Unternehmen hatten die größten Verluste hinzunehmen, denn hier schafften es 28 Unternehmen nicht mehr, in die Liste aufgenommen zu werden. Die Coface stellt fest, dass 8% aller Unternehmen in den letzten drei Jahren Nettoverluste hinnehmen mussten. Dies kann ein Risiko für Geschäftspartner darstellen, denn kein Unternehmen ist „too big to fail“.

Vor allem Unternehmen aus dem Energiesektor sind in der Liste der Top 500 Unternehmen vertreten, wie beispielsweise PKN ORLEN, die zum fünften Mal in Folge die Poleposition, als erfolgreichstes Unternehmen, verteidigen konnte. Allerdings hatten die 65 gelisteten Öl-und Gasunternehmen ein schwieriges Jahr 2012, denn ihr Nettogewinn sank von 5 Billionen Euro auf 3,3 Billionen Euro. Platz zwei der erfolgreichsten Branche belegten die Zulieferer der Energieunternehmen. Hier erwirtschafteten 51 Unternehmen einen Gesamtgewinn von 76 Billionen Euro (+12%). Allerdings hatten einige Unternehmen mit der sinkenden Nachfrage zu kämpfen. Als dritterfolgreichste Branche erwies sich die Automobilbranche. 42 Unternehmen konnten hier einen Gesamtgewinn von 63 Billionen Euro generieren. Erwartungsgemäß kamen hier die größten Anteile aus der Tschechischen Republik und der Slowakei. Mit den größten Problemen hatten die Unternehmen aus der Baubranche zu kämpfen, denn hier wurde die Zurückhaltung bei Investitionen bemerkbar. In der Liste sind auch nur 7 Bauunternehmen vertreten, die 6,116 Millionen Euro Gesamtgewinn erwirtschaften konnten (-9%). Den höchsten Neueinstieg in die Liste konnte die Volkswagen Group Polska verzeichnen, denn sie stieg direkt auf Platz 111 ein.

Die polnischen Unternehmen konnten zusammen im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 234 Billionen Euro erwirtschaften, was einen Zuwachs von 6% darstellte. Ebenso stieg die Zahl der Beschäftigten um 0,5% an. Der Rückgang des Bilanzgewinns, von 12,014 Millionen Euro auf 8,460 Millionen Euro lässt sich durch die hohen Verluste der Minen-und Bauindustrie erklären. Das BIP der ungarischen Wirtschaft sank um 1,7%. Dies basiert auf einem Rückgang der Volkswirtschaft und der Schwellenländer. Weiterhin stieg die Insolvenzquote um 12% an, was die großen Unternehmen jedoch nicht davon abhielt, Gewinne zu erwirtschaften. Die 66 größten Unternehmen erwirtschafteten einen Gesamtgewinn von 90 Millionen Euro (+2,2%). Rumänien hat die Ukraine vom dritten Platz verdrängt, was vor allem an den 54 neuen rumänischen Unternehmen liegt, die nun in die Liste aufgenommen wurden (+22,7%).

Alles in allem spielen die Top 500 Unternehmen in ihrer Region jeweils eine große Rolle. Die Coface stellt fest, dass 4% Erwerbsbevölkerung bei einem dieser Unternehmen angestellt sind.

Lesen Sie hier die gesamte Studie der Coface: http://www.coface.hu/CofacePortal/ShowBinary/BEA%20Repository/HU/hu_HU/documents/Top500_2013

 

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