BDI: Mittelstand bangt um langfristige Finanzierungen

Der BDI-Newsletter Mittelstand & Familienunternehmen, Ausgabe 5/2013, vom 29.10.2013 zeigt auf, dass sich der deutsche Mittelstand um seine langfristigen Finanzierungen sorgt. Der Bedarf nach dieser Art der Finanzierung ist hoch, er spielt eine wichtige Rolle für Investitionen, Innovationen und der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. Im Zuge der Finanzkrise hat die Politik auf die Unzulänglichkeiten im Banken-und Finanzsektor reagiert. Allerdings stellt dieser „Regulierungs-Marathon“ die Realwirtschaft und insbesondere den Mittelstand vor große Herausforderungen. Es ist unklar, wie sich die einzelnen Regulierungsmaßnahmen aufeinander auswirken, und wie sie zusammengenommen auf das Finanzsystem und die Finanzversorgung der Realwirtschaft einwirken. Der BDI-Konjunktur-Report zeigt jedoch auf, dass sich die Rahmenbedingungen, insbesondere für eine Langfristfinanzierung merklich verschlechtern könnten. Der Mittelstand ist auf eine solche Finanzierung jedoch existenziell angewiesen.

Die Solvency II Verordnung könnte dazu führen, dass die langfristigen Kapitalanlagen der Versicherungswirtschaft aufgrund der Marktbewertungsregeln und der laufzeitabhängigen Eigenkapitalbindung weniger interessant werden. Weiterhin müssen die Banken beachten, dass Basel III ihnen die Verpflichtung auferlegt, ihre Kredite fristenkongruent zu refinanzieren. Neue Regelungen für Bankeninvestments in Verbriefungen könnten dazu führen, dass mit einer deutlich höheren Eigenkapitalunterlegung von Investments in ABS-Anleihen zu rechnen ist, wodurch diese an Attraktivität einbüßen können. Die Einführung des Bilanzstandards IFRS 9 führen dazu, dass höhere Risikorückstellungen für Verluste im Kreditgeschäft und eine höhere Volatilität in der Risikovorsorge gefordert werden. Damit kann sich das Angebot der Banken an langfristigen Krediten verringern. Mit der Verschärfung des EU-Beihilferechts ist eine Laufzeitverkürzung von Garantien und Krediten verbunden, was vor allem für den Mittelstand zum Problem werden kann, da dieser einen hohen Bedarf an langfristigen Finanzierungen aufweist.

Weiterhin zeigt der BDI auf, dass die De-Minimes-Pläne der EU nicht praxisgerecht sind. Diese Pläne sehen vor, dass ein mit Garantie besicherter Kredit maximal 1,5 Millionen Euro betragen darf, wenn seine Laufzeit nicht mehr als fünf Jahre beträgt. Die Kredithöhe darf dann nicht mehr als 750.000 Euro betragen, wenn die maximale Laufzeit nicht mehr als zehn Jahre beträgt.

Dies hält der BDI nicht für praxisgerecht und verweist auf die negativen Folgen für den Mittelstand.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel: http://www.bdi.eu/rd-ext/mittelstand/Ausgabe_52013.html

 

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