Atradius: Das Zahlungsverhalten amerikanischer Unternehmen

Atradius hat in seinem Newsletter vom 22.10.2013 seine Studie über das Zahlungsverhalten von amerikanischen Unternehmen veröffentlicht.

Der Kreditversicherer kommt dabei zu dem Ergebnis, dass US-amerikanische Unternehmen in gleichem Maße Kredite an in-wie auch ausländische Geschäftskunden vergeben (45,6% und 46,1%). Allerdings wurde in den vergangenen Jahren eine Zunahme der Vergabe von Krediten an inländische Geschäftskunden von 6% festgestellt. Vor allem der Dienstleistungssektor, sowie mittelständische Unternehmen vergeben solche Kredite. Als Grund für ein solches Verhalten nennen immerhin 42,0% der befragten Unternehmen, dass sie so eine langjährige Beziehung zu ihrem Kunden aufbauen wollen.

Unternehmen geben ihren Kunden im Durchschnitt 24 Tage Zeit um ihre Rechnungen, vom Rechnungsdatum an, zu begleichen. Dies stellt die kürzeste, jemals beobachtete Frist, dar. In Europa beträgt diese Frist 33 Tage. Weiterhin zeigt Atradius auf, dass das Zahlungsverhalten von in-und ausländischen Unternehmen sich nicht groß unterscheidet. Inländische Unternehmen zahlen durchschnittlich nach 26,4 Tagen, ausländische nach 21.8. 25,9% und 30,5% der gesamten Forderungen gegen in-als auch ausländische Unternehmen sind am Rechnungstag noch unbezahlt. In Europa beträgt diese Quote 30,0% bzw. 27,3%. Weiterhin sind noch mal 68,1% der inländischen Forderungen 30 Tage nach dem Rechnungstermin noch unbezahlt. Dies gilt in 64,4% der Fälle auch für ausländische Forderungen. Immerhin noch 5% der inländischen Forderungen sind auch nach 90 Tagen noch nicht beglichen. Dieses Problem betrifft vor allem die verarbeitende Industrie. Als Grund für die Zahlungsverspätung geben 47,5% der inländischen und 40,7% der ausländischen Unternehmen an, dass sie Finanzierungsschwierigkeiten haben. Die liegt teilweise auch an der Ineffizienz der Bankensysteme. Erneut ist hier die verarbeitende Industrie am stärksten betroffen.

4,5% der inländischen Forderungen mussten abgeschrieben werden. Diese Abschreibungen basieren oftmals auf einer Insolvenz der Unternehmen, teilweise jedoch auch auf dem Problem, dass die Schuldner nicht auffindbar waren. Dieses Problem betrifft vor allem kleine Unternehmen.

Weiterhin gab mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen an, dass sie als eine der größten Herausforderungen, einen angemessenen Zahlungsfluss ansehen. Ein ähnlicher Prozentanteil gab an, dass sie ihre größte Sorge, die nachlassende Inlandsnachfrage, darstellt.

Lesen Sie hier die gesamte Studie: http://www.atradius.de/images/stories/AtradiusPaymentPracticesBarometer/Atradius_ppb_sept-2013_the-americas.pdf

 

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