Neue Länderrisiken der Coface für die USA, Brasilien und Thailand

Der Kreditversicherer Coface hat in einer Pressemeldung vom 14.Oktober 2013 die aktuellen Änderungen der Länderrisiken für die USA, Brasilien und Thailand veröffentlicht. Dabei macht die Coface deutlich, dass sie das Geschäftsrisiko in den USA optimistischer sieht, jedoch werden die Schwellenländer, wie Brasilien und Thailand, mit Sorge beobachtet.

Die USA erhalten von der Coface die Risikoeinschätzung A2 (Ausblick positiv), was einem geringen Risiko entspricht. Diese positive Einschätzung basiert auch auf einem anhaltenden und ausbalancierten Wachstum von erwarteten 1,5% im Jahr 2013 und 2,2% im Jahr 2014. Der private Konsum, als Motor des Wachstums, erzielt bessere Ergebnisse als vor der Krise. Weiterhin sind die Unternehmensinvestitionen gut, ebenso die Gewinnmargen und die Ertragslage, während die Verschuldung gering ist.  Allein die Belastungen des Haushalts bereiten dem Kreditversicherer Sorge.

Brasilien wird von der Coface bei A3 (Ausblick negativ) eingestuft. Diese Einstufung entspricht einem akzeptablen Risiko. Als ein Grund für diese Einstufung verweist der Kreditversicherer auf das enttäuschende Wachstum, welches in diesem Jahr bei lediglich 2,3% und im kommenden Jahr bei 2,9% liegen soll. Die schwachen Wachstumsraten basieren auf einem nachlassenden privaten Konsum und den relativ schwachen Unternehmensinvestitionen. Der nachlassende Konsum betrifft vor allem die Automobil-und Elektronikindustrie sowie die Hausgerätetechnik. Weiterhin schwächt die mangelhafte Infrastruktur die Unternehmen. Gleichzeitig bleiben Steuern und Produktionskosten hoch.

Ebenso wie Brasilien wird auch Thailand von der Coface mit A3 (Ausblick negativ) eingestuft. Dies basiert vor allem auf einer steigenden Verschuldung der Haushalte. Das Wachstum hat in diesem Jahr auffallend nachgelassen und die private Verschuldung soll im kommenden Jahr bei 80% des BIP liegen. Die Effekte der stimulierenden Maßnahmen lassen nach, während das Land gleichzeitig unter einem schleppenden Exportgeschäft, vor allem nach China, leidet.

Lesen Sie hier die gesamte Pressemeldung: http://www.coface.ch/CofacePortal/ShowBinary/BEA%20Repository/CH/en_EN/documents/Mailing_docs/E%20PR2%20141013

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