Aon strukturiert Deutschlandgeschäft um

Der Versicherungsgroßmakler Aon organisiert sein Deutschlandgeschäft um. Die 6 Niederlassungen in Deutschland und die Kundenbetreuer erhalten künftig deutlich mehr Vollmachten. So sollen die Kundenservice-Manager künftig alle Servicethemen eigenverantwortlich bearbeiten können. Zudem soll die deutsche Tochter enger in die globalen Strukturen eingebunden werden. Von rund 1300 Mitarbeitern werden künftig 350 veränderte Aufgaben wahrgenommen. Dies erklärt der neue Deutschlandchef Onno Janssen. Weiterhin stellt er fest, dass das Wachstum und der Gewinn des Unternehmens in der letzten Zeit nicht zufriedenstellend waren. Ebenfalls soll das deutsche Management nicht mehr so autonom arbeiten. Der Generalumbau soll mehr Wachstum bringen, wie dies beim Rivalen Marsh erreicht werde.

Das Problem der Großmakler ist oft struktureller Natur. Sie vertreiben Versicherungen für Industrieunternehmen und beraten diese. Allerdings waren in der Vergangenheit die Prämieneinnahmen für Policen im Bereich Feuer-Auto-und Haftpflichtversicherungen sehr niedrig, wodurch auch nur niedrige Provisionen erzielt werden konnten.
Eine Rettung wird sich nun durch den Mittelstand erhofft, der einen erhöhten Bedarf an Versicherungsprodukten und Beratung aufweist. Allerdings wird dieser Bedarf oft durch lokale Anbieter befriedigt.

Für den Großversicherer Aon sind keine offiziellen Zahlen bekannt. Allerdings schätzt man, dass sie 150 Mio. € durch Provisions-und Honorarvereinbarungen erzielt haben. Der Markt wächst, und um an dieser Entwicklung beteiligt zu sein, wird sich Aon nun von der zunehmenden Zentralisierung lösen.

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