USA und Europa: divergierende branchenspezifische Entwicklungen

Nach Angaben der Branchenanalyse, vorgenommen vom Kreditversicherer Euler Hermes (Veröffentlicht in einer Medienmitteilung von 13.3.2013) vollziehen die USA und Europa eine divergierende branchenspezifische Dynamik zu Beginn dieses Jahres.

Dies zeigt sich zum Beispiel bei der Industrieproduktion, die in den USA ein Wachstum von 4,2% verzeichnete. In der Europäischen Union hingegen sank diese um 2,2%, in der Eurozone um 2,5% und in Deutschland wurde ein Rückgang von 0,8% gemessen. Als einen Grund nennt der Euler Hermes unter anderem die strukturell unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit sowie den kurzfristigen Einfluss der Dynamik der Binnennachfrage. Diese verharrt in Europa in einem langfristigen Tief. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei einer Gesamtbetrachtung der europäischen Industrie. Sie befindet sich in einem Abwärtstrend und mit ihr auch einige Branchen, die trotz der robusten Entwicklung einiger Industriesparten, zu sehr von der Eurokrise beeinflusst wurden.
Die europäische Automobilindustrie verzeichnet den 5. Rückgang in Folge, was zu einem Wachstumsverlust von 8% geführt hat. Aufgrund massiver Umstrukturierungen sieht auch die Prognose für 2013 schlecht aus: Euler Hermes erwartet einen Rückgang von 3% – 5%. Ein ähnliches Bild zeichnet sich in der Baubranche ab, in der Investoren, trotz niedriger Zinsen, fehlen. Dies gilt nicht nur Deutschland, sondern auch für Frankreich, Italien und einige Länder in Osteuropa.
Allerdings gibt es auch aus Europa gute Entwicklungen zu vermelden. So profitieren zum Beispiel die Luftfahrtindustrie und die Automobilzulieferer von den guten weltweiten Entwicklungen, die auch in den nächsten Jahren gut bleiben sollen.

In den USA erholt sich die Fertigungsindustrie, und verzeichnet hier ein Wachstum der Industrieproduktion um 4,2%. Damit stiegen ihre Produktionszahlen das dritte Jahr in Folge. Zudem beobachtet der Kreditversicherer Euler Hermes in den meisten Schlüsselbranchen eine positive Dynamik. Dies zeigt auch die seit 2010 andauernde Erholung, die sich im letzten Jahr fortsetze. Der Umsatz stieg um 13% auf 15 Millionen Fahrzeuge. Für dieses Jahr erwartet der Kreditversicherer eine Wachstumsrate von 5%- 6%, wobei auch dieses gute Ergebnis nicht an die Ergebnisse vor der Krise anknüpfen konnte. Die chemische Industrie verzeichnet eine solide Entwicklung, die durch die aktuellen niedrigen Energiekosten weiter verstärkt wird. Die Luftfahrtindustrie konnte ihre Führungsposition wieder erlangen, und zeigt eine ebenso gute Entwicklung, wie die europäische.
Die einzige Branche, die ein wenig Sorge bereitet ist die Baubranche. Hier ist die Erholung verhalten und die Ausfallraten für Immobilienkredite sind weiterhin hoch.

Lesen Sie hier die gesamte Medienmitteilung des Euler Hermes: http://scnem.com/a.php?sid=48njx.tb5s49,f=1,u=6b2908e984d3591989843ee2f2add9c3,n=48njx.tb5s49,p=1,online

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