Automobilkrise greift um sich

Die anhaltende Automobilkrise beeinträchtigt nun auch die Chemie-, Stahl- und Zeitarbeitsbranche sowie die Zulieferer.

So verzeichnet der Hersteller von künstlichem Kautschuk, Lanxess, einen Rückgang der Nachfrage in den letzten Monaten. Grund dafür sind die sinkenden Wachstumsraten in China und Nordamerika. Der Konkurrent BASF hingegen, kann im Moment noch keinen Rückgang der Nachfrage verzeichnen.

In der Stahlindustrie wird ein europaweites Absinken von 8 % der Nachfrage erwartet. Dies erklärt die überwiegend schlechten Quartalszahlen der großen Stahlwerke, in den letzten Monaten zum Teil deutliche Verluste verzeichnen mussten.

Zeitarbeitsfirmen stellen eine erhöhte Nervosität bei ihren Kunden fest, die vor allem  Zulieferer der Automobilbranche sind.

Die Zulieferer bekommen die rückläufige Konjunktur nun auch zu spüren, indem die Hersteller Aufträge stornieren oder zu einem späteren Zeitpunkt verschieben, Preise weiter versuchen zu senken und weitere Kosten abzuwälzen. Eine seit Jahren bekannte Entwicklung, die sich bei sinkender Nachfrage verstärkt zeigt.

Die Zulieferbranche hat seit mehreren Jahren schon eine deutliche Veränderung erfahren. Viele Anbieter sind nicht mehr am Markt tätig, haben fusioniert bzw. sich gegenseitig beteiligt, so dass die Anzahl der Zulieferer deutlich gesunken ist. Eine gewollte Entwicklung der OEMs. Aus der nun heute bestehenden Gesamtsituation haben die Hersteller sicher kein Interesse mehr an weiterem starken Rückgang der Zulieferer. Andersfalls würde sich eine  quasi Monopolstellung, auf jeden eine starke Abhängigkeit an einzelnen Zulieferern darstellen, was sicher nicht im Interesse der Automobilisten ist. Es wird spannend, wie die gesamte Branche 2013 bewältigen wird.

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