Regulierungen machen den kleineren Factoringgesellschaften zu schaffen

Die Änderungen im Kreditwesengesetz (KWG) im Jahr 2009 durch die Aufsichtsbehörde Bafin haben gravierende Auswirkungen auf die Factoringbranche. Die Bafin fordert von diesen Gesellschaften vielfach neue und weitreichende Melde- und Anzeigepflichten. Doch dies wäre ja noch darstellbar. Hinzu kommen sehr hohe Anforderungen an die Organisation. Wesentlich ist der Aufbau einer Struktur, die zwischen Marktbereich, Kreditbereich und Controlling unterscheidet.
Für die großen Factoringgesellschaften sind diese Vorgaben relativ problemlos umzusetzen. Vielfach sind die Firmen aufgrund ihrer Verflechtung zu Banken, oder weil sie selbst einen Bankstatus besitzen, schon so aufgebaut, dass man die Forderungen der Bafin einhalten kann.

Ganz anders stellt es sich für die Vielzahl der kleineren Factoringgesellschaften dar. Das Berichtswesen bzw. die Meldeanforderungen sind mit der kleinen Mannschaft schon sehr  aufwendig. Neben der internen Organisation ist eine weitere Herausforderung, das für diese Tätigkeiten geeignete Personal zu finden.
In unseren Gesprächen mit diversen inhabergeführten Factoringunternehmen wurde klar zum Ausdruck gebracht, dass das Factoringgeschäft so für kleinere Factoringgesellschaften sehr aufwendig und kostenintensiv geworden ist. „Es macht einfach keinen Spaß mehr“, so häufig die Aussagen der Geschäftsführer. Dabei haben diese kleinen Anbieter in ihrem Marktsegment sicherlich ihre Berechtigung. Die Flexibilität, die auch bei zum Teil kleineren Engagements benötigt werden, können diese Gesellschaften beispielsweise bieten.

GFL erwartet für die kommenden Jahre eine starke Bewegung auf dem Factoringmarkt. Zum einen werden sicherlich Anbieter das Geschäft einstellen, da diese den Anforderungen nicht mehr gerecht werden können (und wollen). Andere Gesellschaften suchen sich Partner und versuchen durch Zusammenschlüsse eine gewisse Größe zu erzielen. Hier gilt es die Entwicklung abzuwarten.

Für uns bedeutet dass  bei Engagements in diesen Bereichen, noch stärker auf die Stabilität und auch die strategische Ausrichtung der einzelnen Gesellschaften zu schauen, damit die zur Verfügung stehenden Factoringlinien auch in Zukunft stabil abrufbar sind.

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